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Segelmacherei PrimeSails
 

Segel-Wissen

Segelmacher informiert über Segel und Tragflügel in Luft und Wasser

Idealisiert besteht ein Segelboot aus einem Segel, Rumpf, Kiel und Ruder. Die wesentlichen Kräfte dieser vier Elemente werden durch die Tragflügelwirkung erzeugt. Das Segel ist dabei auf den ersten Blick auch als Tragflügel zu erkennen. Gerade die neuen Segelmaterialien lassen ein modernes Segel exakt wie ein Tragflügel erscheinen. Doch auch der Rumpf mit dem Kiel verhält sich wie ein Tragflügel, dessen Querkraft der vom Segel erzeugten Seitenkraft entgegen wirkt. Und auch das Ruder ist nichts anderes als ein beweglicher Tragflügel. Mittels der Auftriebskräfte des Ruders wird das Schiff gesteuert.

An einem Tragflügel wirken im Wesentlichen zwei Kräfte: Der Widerstand und der Auftrieb. Der Auftrieb wird auch als Querkraft bezeichnet. Je nach Anstellwinkel des Tragflügels ist die Auftriebskraft wesentlich stärker als der Widerstand. Dies ist im Wesentlichen die Ursache dafür, dass ein Flugzeug fliegt und ein Segelboot am Wind segeln kann.

Die Wirkungsweise eines Segels ist also vergleichbar mit der eines Tragflügels. Daher werden Erkenntnisse aus der Theorie der Flugzeugtragflügel auf Segel, Kiel und Ruder angewandt. Dies ist ohne große Fehler möglich, da bei relativ kleinen Geschwindigkeiten sich Wasser wie Luft verhält. Zwei Dinge müssen nur berücksichtigt werden: Zum einen sind es andere Zahlenwerte für Dichte, Zähigkeit und ähnliche Größen, und zum anderen kommt beim Rumpf noch der Faktor des Wellenwiderstandes dazu.

Bei den tief eingetauchten Anhängen des Rumpfes sowie beim Kiel und Ruder verhält sich jedoch das Wasser genauso wie die Luft. Daher werden wir Luft und Wasser als Bestandteile derselben Gattung, nämlich Flüssigkeiten, auffassen.